Wir können nichts tun: Der Meeresspiegel steigt
City- & Szenenews
28.08.2010
Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass der Mensch den Anstieg des Meeresspiegels nicht mehr stoppen kann.
Drei internationale Klimaforscher kommen zum Schluss, dass der Meeresspiegel weltweit bis 2100 um 30 bis 70 Zentimeter ansteigen wird. Selbst die aggressivsten Methoden wie große Geo-Engineering-Projekte, die einem solchen Anstieg entgegenwirken sollen, werden darauf keinen Einfluss haben, berichten die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins PNAS.
"Steigende Meeresspiegel durch die globale Erwärmung werden mindestens 150 Mio. Menschen, die in Küstenregionen leben, das Leben schwer machen", schreibt Studienleiterin Svetlana Jevrejeva vom National Oceanographic Centre. "Selbst, wenn wir sofort alle Treibhausgasemissionen herunterfahren, wird es zu einem Anstieg kommen", ergänzt Studien-Co-Autor Aslak Grinstein vom Centre for Ice and Climate am Niels Bohr Institute der Universität von Kopenhagen. "Dabei spielt die Klima-Trägheit eine entscheidende Rolle."
Verschiedene Szenarien modelliert
Viele Experten argumentieren, dass man mit Geo-Engineering das gesamte Klimasystem der Erde so beeinflussen kann, dass man die Erwärmung stoppt. Das hat die Forscher dazu veranlasst, die Auswirkungen solcher Projekte auf den Meeresspiegelanstieg zu modellieren. "Dazu haben wir verschiedene Szenarien im 21. Jahrhundert überprüft", erklärt Grinstein. "Wir haben Messwerte von Tidenunterschieden der vergangenen 300 Jahre zur Hand, um zu rekonstruieren, wie die Meeresspiegel auf verschiedene historische Ereignisse wie etwa vulkanische Eruptionen oder menschliches Zutun reagiert haben."
"Die natürlichen Meeresspiegelschwankungen, die durch Extremereignisse wie sie durch gewaltige Vulkanausbrüche in den vergangenen tausenden Jahren verursacht wurden, waren in den Auswirkungen viel geringer als jene der anthropogen verursachten Treibhausgasemissionen oder jenen, die selbst unter effektiven Geo-Engineering-Projekten vorhergesagt werden", kommen die Wissenschaftler zum Schluss.
Geo-Engineering hilft nicht
Bei einer Simulation, bei der alle 18 Monate Injektionen von Schwefeldioxidpartikeln in die obere Atmosphäre eingebracht werden, würden dies den Temperatur- und damit den Meeresspiegelanstieg um 40 bis 80 Jahre bremsen. Eine solche Aerosol-Glocke könnte den Meeresspiegel auf das Niveau von 1990 bringen. Experten warnen aufgrund der Unvorhersehbarkeit auf die Ökosysteme vor solchen Experimenten.
Auch die Idee großer Glasspiegel zur Abwendung der Sonneneinstrahlung bleiben als vage Zukunftsvision erhalten. Als am ehesten tauglich schien ein Umstieg auf Agro-Treibstoffpflanzen und der anschließenden CO2-Lagerung während der Aufbereitung zum Treibstoff. "Wenn man anstatt der Geo-Engineering-Projekte die Treibhausgasemissionen verringern würde, wäre das jedenfalls die sinnvollste Variante", meint Jevrejeva.
"Die Zukunft sieht alles andere als rosig aus", meint Grinsted. "In einer vorhergehenden Studie habe ich berechnet, dass die Differenz zwischen dem schlimmsten Szenario und dem bestmöglichen einen Meeresspiegelanstieg von einem halben Meter beträgt. Das bedeutet, dass die Menschen sich darauf einstellen müssen."
(pte/pb)
Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass der Mensch den Anstieg des Meeresspiegels nicht mehr stoppen kann.
Drei internationale Klimaforscher kommen zum Schluss, dass der Meeresspiegel weltweit bis 2100 um 30 bis 70 Zentimeter ansteigen wird. Selbst die aggressivsten Methoden wie große Geo-Engineering-Projekte, die einem solchen Anstieg entgegenwirken sollen, werden darauf keinen Einfluss haben, berichten die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins PNAS.
"Steigende Meeresspiegel durch die globale Erwärmung werden mindestens 150 Mio. Menschen, die in Küstenregionen leben, das Leben schwer machen", schreibt Studienleiterin Svetlana Jevrejeva vom National Oceanographic Centre. "Selbst, wenn wir sofort alle Treibhausgasemissionen herunterfahren, wird es zu einem Anstieg kommen", ergänzt Studien-Co-Autor Aslak Grinstein vom Centre for Ice and Climate am Niels Bohr Institute der Universität von Kopenhagen. "Dabei spielt die Klima-Trägheit eine entscheidende Rolle."
Verschiedene Szenarien modelliert
Viele Experten argumentieren, dass man mit Geo-Engineering das gesamte Klimasystem der Erde so beeinflussen kann, dass man die Erwärmung stoppt. Das hat die Forscher dazu veranlasst, die Auswirkungen solcher Projekte auf den Meeresspiegelanstieg zu modellieren. "Dazu haben wir verschiedene Szenarien im 21. Jahrhundert überprüft", erklärt Grinstein. "Wir haben Messwerte von Tidenunterschieden der vergangenen 300 Jahre zur Hand, um zu rekonstruieren, wie die Meeresspiegel auf verschiedene historische Ereignisse wie etwa vulkanische Eruptionen oder menschliches Zutun reagiert haben."
"Die natürlichen Meeresspiegelschwankungen, die durch Extremereignisse wie sie durch gewaltige Vulkanausbrüche in den vergangenen tausenden Jahren verursacht wurden, waren in den Auswirkungen viel geringer als jene der anthropogen verursachten Treibhausgasemissionen oder jenen, die selbst unter effektiven Geo-Engineering-Projekten vorhergesagt werden", kommen die Wissenschaftler zum Schluss.
Geo-Engineering hilft nicht
Bei einer Simulation, bei der alle 18 Monate Injektionen von Schwefeldioxidpartikeln in die obere Atmosphäre eingebracht werden, würden dies den Temperatur- und damit den Meeresspiegelanstieg um 40 bis 80 Jahre bremsen. Eine solche Aerosol-Glocke könnte den Meeresspiegel auf das Niveau von 1990 bringen. Experten warnen aufgrund der Unvorhersehbarkeit auf die Ökosysteme vor solchen Experimenten.
Auch die Idee großer Glasspiegel zur Abwendung der Sonneneinstrahlung bleiben als vage Zukunftsvision erhalten. Als am ehesten tauglich schien ein Umstieg auf Agro-Treibstoffpflanzen und der anschließenden CO2-Lagerung während der Aufbereitung zum Treibstoff. "Wenn man anstatt der Geo-Engineering-Projekte die Treibhausgasemissionen verringern würde, wäre das jedenfalls die sinnvollste Variante", meint Jevrejeva.
"Die Zukunft sieht alles andere als rosig aus", meint Grinsted. "In einer vorhergehenden Studie habe ich berechnet, dass die Differenz zwischen dem schlimmsten Szenario und dem bestmöglichen einen Meeresspiegelanstieg von einem halben Meter beträgt. Das bedeutet, dass die Menschen sich darauf einstellen müssen."
(pte/pb)

28.08.2010 20:47
Gast
und die niederländer müssen in die umliegenden staaten auswandern, weil es ihr land nicht mehr gibt. na danke ...
warum jammert ihr jetzt? wir alle haben doch unseren teil dazu beigetragen, also haben wir auch alle die suppe auszulöffeln. wünsche guten appetit

28.08.2010 23:45
Gast
ich sehe einen boom in der gummistiefel branche für 2100...wer jetzt investiert kann langfristig geld verdienen
weitere Nachrichten aus der Kategorie City- & Szenenews:
Die Rückrunde steht in den Startlöchern - und damit die Hoffnung, von der Talfahrt ins Gipfelstürmen überzugehen. Wie das gelingen kann, ist zumindest Trainer Wolf und Kapitän Pelzer klar.
» mehr lesen
15 Kommentare
Gentechnische Experimente rufen in der Bevölkerung nicht gerade Vertrauen hervor. Umso schlimmer, wenn sie gar nicht erst davon erfährt.
» mehr lesen
Neueste Forschungen haben offenbar den Beweis erbracht, dass sich liebevolle Zuwendung der Eltern positiv auf die Hirnstruktur des Kindes auswirkt.
» mehr lesen







